Rohrbach. Über das Jahr 2025 bis hinein in das Frühjahr 2026 wurde der Kirchenvorplatz im Ort umfassend umgestaltet. Umgesetzt wurde das Vorhaben durch den unermüdlichen Einsatz des Rohrbacher Dorferneuerungsvereins. Die Projektkosten von rund 16.000 Euro wurden von der Gemeinde Ziersdorf sowie aus Fördermitteln der NÖ Dorf- und Stadterneuerung getragen.

Ausgangspunkt der Neugestaltung war der Abriss des alten Schulgebäudes neben dem Dorfzentrum. Dadurch konnte die darunterliegende Fläche komplett entsiegelt und eine neue Grünfläche direkt vor der Kirche gewonnen werden, die den Rohrbacherinnen und Rohrbachern nun als moderner Treffpunkt dient.

Bürgernahe Planung im Fokus

Von Anfang an war es den Verantwortlichen wichtig, die Bevölkerung einzubinden. Nach einer professionellen Beratung durch die Initiative „Natur im Garten“ wurde der Gestaltungsvorschlag im Rahmen einer Dorfdiskussionsrunde eingehend beraten und an die Wünsche der Bürger angepasst.

Das Ergebnis ist eine dezente Begrünung, die den neu gewonnenen, freien Blick auf die Apsis der Kirche bewusst bewahrt. Harmonisch in die Grünfläche integriert wurden zwei gemütliche Holzbänke auf einer gepflasterten Verweilfläche. Auch die Fußwege wurden mit Pflastersteinen angelegt. Einerseits aus optischen Gründen, andererseits um für eine natürliche Versickerung von Regenwasser auf der frisch entsiegelten Fläche zu sorgen. Durch die Laterne im Vorplatz wird der freigewordene Blick auf die Apsis der Kirche bei Nacht betont. Ein eleganter Holzzaun rahmt das gesamte Ensemble stilvoll ein. Im Zuge der Arbeiten wurde zudem das Dach der benachbarten Bushaltestelle saniert, die bereits im Vorjahr durch eine barrierefreie Rampe im Zuge von Straßenbauarbeiten aufgewertet worden war.

Beeindruckende Umsetzung in Eigenregie

Nicht nur die Planung, sondern auch die gesamte Umsetzung lag maßgeblich in den Händen der Rohrbacher. In zahllosen ehrenamtlichen Arbeitsstunden verlegten die Helferinnen und Helfer Pflastersteine, säten Rasen an, setzten Pflanzen und Sträucher und befreiten sogar das Buswartehäuschen eigenhändig von alten Ziegeln.

Das Endergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Der neue Vorplatz fügt sich wundervoll in das Ortsbild ein und schafft eine attraktive, lebendige Verbindung zwischen Dorfzentrum, Friedhof und Kirche. Projekte wie dieses zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn eine Dorfgemeinschaft zusammenhält und gemeinsam an einem Strang zieht.